Rina Komokata gewinnt Gold im Damendoppel bei den Deaflympics in Tokio 2025
Rina Komokata, Mitarbeiterin der Shimadzu Corporation und Mitglied der SHIMADZU Breakers, gewann bei den Deaflympics in Tokio 2025 eine Goldmedaille im Damendoppel an der Seite von Riko Suzuki sowie eine Bronzemedaille im Einzel.
Die Goldmedaille im Doppel. Rechts: Rina Komokata; links: ihre Partnerin Riko Suzuki (NTT Urban Development)
Preisverleihung im Einzelbereich. Komokata ist ganz rechts.
Das Turnier fand vom 16. bis 25. November 2025 im Ariake Tennis Park in Tokio statt. Komokata vertrat Japan und nahm an drei Wettbewerben teil: Einzel, Damendoppel und Mixed.

Im Damendoppel traten 13 Paare an. Komokata bildete mit Riko Suzuki (NTT Urban Development) ein Team und zog souverän in die nächste Runde und ins Halbfinale ein. Im Finale trafen sie auf ihre japanischen Landsfrauen Chiaki Sugimoto und Yuria Miyagawa und gewannen beide Sätze, um sich die Goldmedaille zu sichern. Sie demonstrierten eine überragende Stärke.
Komokata tritt in einem Team-Shirt mit der Aufschrift „JAPAN“ auf dem Rücken an.
Im Einzelwettbewerb nahmen 39 Spielerinnen teil. Komokata erreichte das Halbfinale, indem sie ihre ersten drei Spiele jeweils in zwei Sätzen gewann. Im Halbfinale traf sie auf Heike Albrecht-Schroeder (Deutschland). Nach dem verlorenen ersten Satz (5:7) kämpfte sich Komokata zurück und gewann den zweiten Satz mit 6:3. Der dritte Satz blieb bis zum Tiebreak unentschieden. Nach einer Reihe langer Ballwechsel musste sie sich jedoch schließlich mit 6:7 (5:7) geschlagen geben.
Die Linkshänderin Komokata macht mit dem linken Fuß einen weiten Schritt nach vorn und versucht einen Rückhandschlag.
Das Spiel um die Bronzemedaille fand am letzten Turniertag, dem 25. November, statt. Komokata traf auf Mathilde Tranbeig (Dänemark) und zeigte eine überzeugende Leistung. Sie gab keinen einzigen Satz ab und gewann souverän, um sich die Bronzemedaille zu sichern. Im Mixed-Doppel erreichte sie zusammen mit Naoto Oyamatsu (KAJIMAROAD CO.,LTD.) das Achtelfinale.

Bronzemedaille im Einzel und Goldmedaille im Doppel
„Ich bin erleichtert, Medaillen gewonnen zu haben.“

Am 28. November veranstaltete die Shimadzu Corporation in ihrer Zentrale eine Pressekonferenz nach dem Wettkampf. Komokata blickte auf ihre Leistung zurück: „Dies war meine erste Teilnahme an den Deaflympics, und da sie in meinem Heimatland stattfanden, spürte ich großen Druck. Umso erleichterter bin ich, Medaillen gewonnen zu haben. Im Doppel konnten Suzuki und ich die Ergebnisse unseres gemeinsamen Trainings unter Beweis stellen. Die Halbfinalniederlage im Einzel war schmerzhaft, weil es so knapp war, aber meine ersten Deaflympics waren eine wertvolle Erfahrung.“
Sie beschrieb die Deaflympics als einen besonderen Wettbewerb für sich und fügte hinzu: „Ich habe mir viele Ziele und Herausforderungen für die nächsten vier Jahre gesetzt, und ich beabsichtige, diese zu meistern. Außerdem möchte ich mich weiterhin dafür einsetzen, das Bewusstsein für den Gehörlosensport zu stärken.“

Mitarbeiter der Shimadzu Corporation und Mitglieder des SHIMADZU Breakers-Teams waren im Coliseum, um sie anzufeuern. In der Nähe wehten Fahnen mit unterstützenden Botschaften.


Mitarbeiter schrieben Unterstützungsbotschaften auf ein Banner (im Hauptsitz der Shimadzu Corporation).
Die Deaflympics sind die Olympischen Spiele für gehörlose und schwerhörige Menschen und finden dieses Jahr zum ersten Mal in Japan statt. Teilnahmeberechtigt sind Athleten, deren leisester Ton ohne Hörgerät 55 dB überschreitet; während des Wettkampfs werden die Hörgeräte abgenommen.
Komokata kam mit einer angeborenen Hörbehinderung zur Welt und begann auf Anraten ihrer Mutter im Alter von sechs Jahren Tennis zu spielen. In der zweiten Klasse der Mittelschule befand sie sich zufällig im Trainingslager der japanischen Gehörlosen-Nationalmannschaft, wo der Trainer sie einlud, in die Welt des Gehörlosentennis einzutauchen. Rückblickend sagt sie: „Ich war glücklich, Menschen mit der gleichen Behinderung kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen.“ Komokata wurde 2019, in ihrer zweiten Klasse der Mittelschule, erstmals in die japanische Nationalmannschaft berufen und gewann anschließend 2024 und 2025 zwei Einzeltitel in Folge bei den Gehörlosenmeisterschaften der Australian Open.
Im Jahr 2025 trat sie der Shimadzu Corporation bei und arbeitet derzeit in der Unternehmenskommunikation, wo sie für die interne Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Als führende Persönlichkeit in der japanischen Gehörlosentennis-Community wird sie ihre aktive Karriere voraussichtlich fortsetzen und unter anderem Vorträge an Grundschulen in ihrer Heimatpräfektur Mie halten.
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