31. Januar 2023 | Neuigkeiten & Hinweise: Neues AIMsight-Infrarotmikroskop maximiert die Automatisierung und verbessert die Effizienz der Fehleranalyse deutlich

Produktfoto: AIMsight Infrarotmikroskop angeschlossen an IRXross Fourier-Transformations-Infrarotspektrophotometer
Die Shimadzu Corporation gibt die Markteinführung des Infrarotmikroskops AIMsight in Japan und international bekannt. Dieses Instrument misst Mikroobjekte einfach und automatisch, indem es sie mit Infrarotstrahlen bestrahlt und anschließend Reflexions- und Transmissionsvermögen analysiert. Es zeichnet sich durch die einfache Bestimmung des Messbereichs mittels einer Weitwinkelkamera, die automatische Identifizierung der Messobjekte, die automatische Positionierung der Messposition und die automatische Analyse mithilfe eines Schadstoffanalyseprogramms aus. Aus Umweltgründen kommt ein T2SL-Detektor (Typ II Super-Lattice) zum Einsatz. Der T2SL-Detektor verzichtet auf Quecksilber und Cadmium, die gemäß der europäischen RoHS-Richtlinie (Restriction of Hazardous Substances) verboten sind. Der T2SL-Detektor, ein sogenannter Quanten-Infrarotdetektor, gewinnt als hochempfindlicher Infrarotsensor der nächsten Generation zunehmend an Bedeutung. Neben der Spurenanalyse von Schadstoffen und der Qualitätskontrolle in Bereichen wie Chemie, Elektrotechnik und Elektronik, Maschinenbau und Transportwesen wird dieses Instrument auch in der Forschung zu Mikroplastik, winzigen Kunststoffpartikeln mit negativen Auswirkungen auf die Umwelt, Anwendung finden.
Ein Infrarotmikroskop wird in Verbindung mit einem Fourier-Transformations-Infrarotspektrometer (FTIR) eingesetzt. Durch die Nutzung der Reflexion und Transmission von Infrarotlicht können Mikrobereiche gemessen werden, die mit FTIR-Geräten allein nicht erfasst werden können. Hauptanwendungsgebiete sind die Analyse und Identifizierung von Mikroverunreinigungen, wie beispielsweise an Arzneimitteln haftende Verunreinigungen, Verschmutzungen auf elektronischen Leiterplatten und Mikroplastik. Gleichzeitig ist mit der steigenden Nachfrage nach Messungen mit Infrarotmikroskopen auch die Zahl der Analytiker mit wenig Erfahrung in diesem Bereich gewachsen. Daher besteht ein großer Bedarf an schnellen, einfachen und unkomplizierten Messungen kleiner Objekte mit hoher Empfindlichkeit.
Die Shimadzu Corporation brachte 2016 das AIM-9000 auf den Markt, ein Infrarotmikroskop mit exzellenter Empfindlichkeit und automatischer Kontaminationsanalyse. AIMsight bietet die gleiche hohe Empfindlichkeit wie das AIM-9000 und gleichzeitig ein optimiertes Bedienerlebnis. Es ist für industrielle Anwendungen in verschiedenen Branchen vorgesehen, darunter die Arzneimittelherstellung, die Materialwissenschaft, die Elektrotechnik und Elektronik, der Maschinenbau, die Transporttechnik und der Umweltschutz.
Shimadzu wird auch weiterhin präzise Analysedaten für vielfältige Anwendungen liefern und so durch Schadstoffanalysen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme wie Mikroplastik beitragen.
- *Hinweis 1: Dieses Produkt kann an drei FTIR-Modelle angeschlossen werden: IRTracer-100, IRXross und IRAffinity-1S. Es kann nicht an das kompakte IRSpirit FTIR angeschlossen werden.
- *Anmerkung 2: AIMsight, IRTracer, IRXross, IRAffinity und IRSpirit sind eingetragene Warenzeichen der Shimadzu Corporation.
Merkmale
1. Schnellere Suche nach Messstellen
Dieses Gerät ist mit Shimadzus proprietärer Weitfeldkamera und einer Infrarot-Mikroskopkamera ausgestattet. Die Weitfeldkamera ermöglicht nicht nur Beobachtungen bis zu einer Größe von 10 × 13 mm, sondern unterstützt auch einen variablen digitalen Zoom bis zum Faktor 5. Zusätzlich kann mit der Infrarot-Mikroskopkamera ein Sichtfeld von nur 30 × 40 µm erfasst werden. Die beiden Kameras tauschen Positionsinformationen aus, sodass das verfolgte Messobjekt stets im Blickfeld bleibt. Das Gerät verfügt über eine 330-fache digitale Zoomfunktion, mit der sich Mikromessobjekte in den Weitfeldaufnahmen schnell finden lassen. Für unerfahrene Anwender bietet die AMsolution-Steuerungssoftware eine Funktion, die das Messobjekt mit einem einfachen Klick auf das Bild identifiziert und die optimale Messposition automatisch in nur einer Sekunde einstellt.
2. Mikrobereiche mit hoher Empfindlichkeit messen
Das Gerät bietet mit einem Signal-Rausch-Verhältnis (S/N-Verhältnis) von 30.000:1 die höchste Empfindlichkeit seiner Klasse. Selbst für Mikromessobjekte mit einer Größe von 10 µm werden schnell hochempfindliche Daten erfasst. Die Länge von Messobjekten lässt sich durch Auswahl von Start- und Endpunkt im Bild bestimmen. Eine Funktion zur Messung des Durchmessers von Mikroplastikpartikeln ist ebenfalls integriert.
3. Das Schadstoffanalyseprogramm bietet eine automatische Analyse
Nach der Datenerfassung erfolgt die automatische Analyse mithilfe eines standardmäßig in der LabSolutions IR FTIR-Steuerungssoftware enthaltenen Kontaminationsanalyseprogramms. Die Kontaminationsdatenbank, die einen proprietären Shimadzu-Algorithmus verwendet, liefert hochpräzise Analyseergebnisse. Qualitative Ergebnisse sind innerhalb von Sekunden verfügbar, ohne dass der Analytiker zusätzlichen Aufwand betreiben muss. Die qualitative Genauigkeit lässt sich durch die Kombination des Programms mit Shimadzus Originaldatenbank, der Kontaminationsbibliothek, der Bibliothek für thermisch abgebauten Kunststoffe und der Bibliothek für UV-abgebaute Kunststoffe weiter steigern.
Weitere Details finden Sie unter
AIMsight


