17. Oktober 2023 | Neuigkeiten & Hinweise:
Effiziente Gewinnung von Messergebnissen ohne Urinprobe
Shimadzu bringt das integrierte Management-Urinvolumenmesssystem „Urina“ auf den Markt

Integriertes Managementsystem

„Urin“-Urinvolumenmesser
Die Shimadzu Corporation hat am 17. Oktober das integrierte Urinvolumenmesssystem „Urina“ auf den Markt gebracht. Urina ist ein Medizinprodukt, das das Urinvolumen präzise anhand der Gewichtsdifferenz vor und nach dem Wasserlassen misst und somit die Urinsammlung überflüssig macht. Das neue System ermöglicht die zentrale Verwaltung der Patientendaten zum Urinvolumen direkt von der Pflegestation aus. Dadurch wird das Infektionsrisiko gesenkt und die betriebliche Effizienz in Gesundheitseinrichtungen verbessert.
In der Urologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Inneren Medizin, Geburtshilfe, Gynäkologie und anderen Fachbereichen wird der Urin einiger stationärer Patienten in Behältern gesammelt, um die Urinmenge zu messen. Dabei besteht die Sorge vor Infektionen durch Urinspritzer oder das Reinigen der Behälter. Zudem sind die Entsorgung von Einwegbehältern aufgrund des Aufwands für infektiösen Abfall und der Kosten für Verbrauchsmaterialien problematisch. Urina misst das Urinvolumen präzise anhand geringfügiger Gewichtsveränderungen des Patienten vor und nach dem Wasserlassen. Dadurch entfällt die Urinsammlung, was den Reinigungsaufwand und die Kosten reduziert.
Im Juli 2021 brachte Shimadzu das Urina-System zur individuellen Urinmengenmessung auf den Markt. Im individuellen Modell nutzte jeder Patient ein eigenes mobiles Endgerät. Im integrierten Modell hingegen teilten sich mehrere Patienten ein einziges Endgerät, indem sie den Barcode auf einem Armband mit den registrierten Patientendaten authentifizierten. Da kein Endgerät für jeden Patienten benötigt wurde, eignet sich das System besonders für Einrichtungen mit einer großen Anzahl von Patienten. Es erfasst und summiert zudem automatisch Zeitpunkt und Menge der Urinausscheidung und verwaltet diese Daten zentral über ein Management-Terminal am Pflegestützpunkt. Dies reduziert die Belastung sowohl für die Patienten als auch für das medizinische Fachpersonal.
Das integrierte Urinvolumenmesssystem Urina besteht aus einem Urinvolumenmesser (kontrolliertes Medizinprodukt der Klasse I), einem Management-Terminal und einem Patienten-Terminal. Shimadzu ist seit 1918 ein Pionier in der Herstellung und im Vertrieb von Analysenwaagen. Die von Shimadzu über die Jahre entwickelte Technologie für schnelles und stabiles Wiegen kommt auch bei Urina zum Einsatz.
Bei der Entwicklung des Prototyps dieses Systems arbeiteten wir mit Professor Momokazu Gotoh von der Abteilung für Urologie der Medizinischen Fakultät der Universität Nagoya (heute Chukyo-Krankenhaus) und Professorin Tamami Taniguchi (Leiterin der Fakultät für Krankenpflege) der Medizinischen Fakultät der Universität Yamanashi zusammen. Relevante Forschungsergebnisse zu diesem System finden Sie in den folgenden Publikationen.
Shun Takai, Yoshihisa Matsukawa, Nobuya Hashizume, Momokazu Gotoh.
Eine kleine Pilotstudie zur Bewertung der Genauigkeit und Durchführbarkeit eines neuartigen automatisierten Miktionsprotokolls zur Erfassung von Urinmengenmessungen. Neurourol Urodyn. 2021; 40(1): 272-277
Chika Monzai, Kayo Kubokawa, Yu Irikura, Kuniko Yoshimi, Shuichi Inomata, Toru Mizumoto, Tamami Taniguchi
Vergleich der Nützlichkeit aktueller und neuer automatischer Geräte zur Messung des Urinvolumens.
Zeitschrift der Japanischen Gesellschaft für Wund-, Stoma- und Kontinenzmanagement. 2022; 26(4): 347-354
Tamami Taniguchi, Kayo Kubokawa, Chika Monzai, Yu Irikura, Osamu Inoue, Kuniko Yoshimi, Toru Mizumoto, Shuichi Inomata, Masayuki Takeda, Takahiko Mitsui.
Bewertung der Patientenzufriedenheit mit aktuellen und neuen automatischen Urinvolumenmesssystemen
Zeitschrift der Japanischen Kontinenzgesellschaft. 2022; 32(2): 460-464

Merkmale
1. Zentralisierte Verwaltung der Urinbefunde
Das neue Terminal ermöglicht die Festlegung von Mess- und Auswertungsmethoden entweder gesamt oder patientenbezogen. Darüber hinaus kann der Messstatus des jeweiligen Patienten sofort überprüft werden.
2. Reduziertes Infektionsrisiko
Mithilfe einer über viele Jahre entwickelten Analysewaagentechnologie wird das Urinvolumen präzise anhand geringfügiger Gewichtsveränderungen des Patienten vor und nach dem Wasserlassen gemessen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer Urinsammlung und das Infektionsrisiko durch Urinspritzer oder das Auswaschen von Behältern wird reduziert.
3. Reduzierte Belastung für medizinisches Fachpersonal und Patienten
Das System reduziert den mit der Urinsammlung verbundenen Arbeitsaufwand, wie z. B. das Reinigen der Behälter oder deren Entsorgung als infektiöser Abfall. Die Messwerte werden automatisch erfasst, sodass weder Papierausdrucke noch die manuelle Aufzeichnung des Urinvolumens durch Patienten oder medizinisches Fachpersonal erforderlich sind.
(Referenz: Einführung im Juli 2021)

Individuelles Managementsystem


