16. Dezember 2025 | Neuigkeiten & Bekanntmachungen:
Prototyp einer Turbomolekularpumpe für Fusionskraftwerke in Zusammenarbeit mit Kyoto Fusioneering entwickelt
Leistungstests unter Tritiumbedingungen werden bei UNITY-2 durchgeführt, das sich derzeit in Kanada im Bau befindet.
Die Shimadzu Corporation und Kyoto Fusioneering Ltd. haben gemeinsam einen Prototyp einer Turbomolekularpumpe (TMP) für Fusionskraftwerke entwickelt. Fusion ist eine Technologie, bei der Atomkerne wie Tritium und Deuterium verschmolzen werden, um immense Energiemengen zu erzeugen. Da sie die Prozesse in der Sonne nachbildet, wird Fusion oft als „Sonne auf der Erde“ bezeichnet. In Fusionskraftwerken ist der Einsatz von Vakuumtechnologien mit TMPs für eine Vielzahl von Anwendungen unerlässlich. Dazu gehören die Rückgewinnung und Wiederverwendung von nicht umgesetztem Tritium (einem radioaktiven Wasserstoffisotop) und Deuterium sowie die Aufrechterhaltung eines Hochvakuums im Plasmakern. Der TMP-Prototyp wird in UNITY-2, einer integrierten Testanlage, die derzeit von Kyoto Fusioneering und seinen Partnern in Kanada errichtet wird, Leistungstests unterzogen. Kyoto Fusioneering plant, die Pumpe an Unternehmen und Forschungsinstitute zu liefern, die an der Fusionsforschung beteiligt sind.
Der neu entwickelte Prototyp der Tritium-Magnetpumpe (TMP) ist für den kontinuierlichen, langfristigen und stabilen Betrieb unter Tritiumbedingungen ausgelegt. Um die durch Tritium verursachte Zersetzung des Schmieröls (ein Problem bei Kugellagerkonstruktionen) zu minimieren, verwendet die Pumpe ein Magnetlagersystem, das den Rotor magnetisch schwebt und berührungslos stützt. Im Inneren der Pumpe kommen zudem tritiumbeständige Materialien zum Einsatz. Die Einheit verfügt über Mechanismen, die eine hervorragende Abgasführung für leichte Gase wie Tritium und Deuterium gewährleisten.

Foto: Prototyp einer Turbomolekularpumpe, gemeinsam entwickelt von der Shimadzu Corporation und Kyoto Fusioneering
Für den stabilen Betrieb von Fusionskraftwerken ist eine kontinuierliche Brennstoffzufuhr unerlässlich. Daher sind Technologien zur Abtrennung, Trennung und Rückführung von Brennstoff – wie beispielsweise Tritium – aus dem Plasmakern von entscheidender Bedeutung. Kyoto Fusioneering entwickelt diese Technologie im Rahmen des Konzepts des Fusion Fuel Cycle System und ist damit weltweit führend. In diesem System benötigen die Prozesse zur Gewinnung, Reinigung und Rückführung von Gasgemischen – wie Tritium- und Deuteriumbrennstoff sowie dem bei Fusionsreaktionen entstehenden Helium – Vakuumpumpen, die speziell für Fusionskraftwerke entwickelt wurden, darunter auch spezielle, tritiumresistente Tritium-Magnetpumpen (TMPs).
Die Shimadzu Corporation, ein weltweit führender Anbieter industrieller Thermoelemente, und Kyoto Fusioneering, mit umfassender Expertise im Bereich Fusionsenergie, arbeiten gemeinsam an der Forschung und Entwicklung von Thermoelementen für Fusionskraftwerke. Mit ihrem vielfältigen Angebot an Thermoelementen, Analysegeräten und zugehörigen Technologien wird die Shimadzu Corporation weiterhin zur praktischen Realisierung der Fusionsenergie – der Energiequelle der Zukunft – beitragen.

Über Kyoto Fusioneering Ltd.
Kyoto Fusioneering ist ein Ingenieurbüro für Fusionskraftwerke. Es wurde 2019 gegründet und baut auf langjähriger Fusionsforschung in Japan auf, unter anderem auf Arbeiten an der Universität Kyoto.
Das Unternehmen verfügt über fortschrittliche Ingenieurkompetenzen im Bereich der Plasmaperipherietechnologien. Es beschäftigt sich hauptsächlich mit Gyrotronsystemen zur Plasmaheizung, Fusionswärmekreislaufsystemen zur Nutzung der bei Fusionsreaktionen erzeugten Energie sowie Fusionsbrennstoffkreislaufsystemen zur kontinuierlichen Brennstoffversorgung. Es entwickelt die integrierten Testanlagen UNITY-1 und UNITY-2, die diese Technologien für Demonstrationsversuche kombinieren, und arbeitet auf die baldige Realisierung von Fusionsenergie hin.
Website: https://kyotofusioneering.com/en/
Einführung in den Prototyp TMP (auf der Kyoto Fusioneering-Website)


