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12. Mai 2026 | Neuigkeiten & Hinweise: BIPM, RIKEN und Shimadzu starten Kooperation zur Erforschung der Rolle transportabler optischer Frequenzstandards

Das Internationale Büro für Maß und Gewicht (BIPM), RIKEN und die Shimadzu Corporation haben eine Absichtserklärung (MoU) zur Einleitung einer Sondierungskooperation im Bereich optischer Frequenzstandards (OFS) unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand am 12. Mai 2026 in Kawasaki, Japan, statt.
Die Absichtserklärung schafft einen vorläufigen Rahmen für Diskussionen und gemeinsame Studien über die potenzielle Rolle transportabler optischer Frequenznormale in der internationalen Zeit- und Frequenzmetrologie.

Von links: Dr. Makoto Gonokami, Präsident, RIKEN; Dr. Koichiro Tanaka, Direktor, RIKEN Center for Advanced Photonics (RAP); Prof. Hidetoshi Katori, Graduate School of Engineering, Universität Tokio / Teamleiter, Spacetime Engineering Research Team, RIKEN; Dr. Takashi Usuda, Leitender Beamter, National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST), Direktor des National Metrology Institute of Japan (NMIJ), Sekretär des CIPM; Takahiro Nishimoto, Geschäftsführender Beamter & CTO, Shimadzu Corporation; Dr. Annette Koo, Direktorin, Internationales Büro für Maße und Gewichte (BIPM); Yasunori Yamamoto, Präsident & CEO, Shimadzu Corporation

Von links: Dr. Makoto Gonokami, Präsident, RIKEN; Dr. Koichiro Tanaka, Direktor, RIKEN Center for Advanced Photonics (RAP); Prof. Hidetoshi Katori, Graduate School of Engineering, Universität Tokio / Teamleiter, Spacetime Engineering Research Team, RIKEN; Dr. Takashi Usuda, Leitender Beamter, National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST), Direktor des National Metrology Institute of Japan (NMIJ), Sekretär des CIPM; Takahiro Nishimoto, Geschäftsführender Beamter & CTO, Shimadzu Corporation; Dr. Annette Koo, Direktorin, Internationales Büro für Maße und Gewichte (BIPM); Yasunori Yamamoto, Präsident & CEO, Shimadzu Corporation

Kontext

Die Arbeit an einer möglichen zukünftigen Neudefinition der Sekunde erfordert zuverlässige Vergleiche zwischen optischen Frequenzstandards (OFS). Eine zentrale Anforderung des Beratenden Ausschusses für Zeit und Frequenz (CCTF) ist die Möglichkeit, unabhängige Realisierungen der Sekunde auf der Ebene von 10⁻¹⁸ zu vergleichen und einen konsistenten Beitrag zur Koordinierten Weltzeit (UTC) zu leisten.

Transportable OFS sind ein Ansatz, der zur Unterstützung solcher Vergleiche in Betracht gezogen wird. Die Bewertung ihrer Machbarkeit und die Durchführung technischer Studien in Bezug auf betriebliche und umweltbezogene Anforderungen sind ein wichtiger Schritt im umfassenderen Fahrplan zur Neudefinition des zweiten.

Lesen Sie den Metrologia-Artikel zum Thema „Fahrplan zur Neudefinition der Sekunde“.

Es wird erwartet, dass die Zusammenarbeit das Nationale Metrologieinstitut Japans (NMIJ) sowie das BIPM, RIKEN und die Shimadzu Corporation einbezieht und unter gleichen Bedingungen auch anderen nationalen Metrologieinstituten und Partnerorganisationen mit einem berechtigten Interesse offensteht.

Hintergrund

Optische Frequenznormale, darunter optische Gitteruhren und Einzelionen-Uhren, basieren auf optischen Übergängen in Atomen oder Ionen und bieten eine höhere Stabilität und Genauigkeit als die derzeitigen Mikrowellennormale zur Messung der Sekunde. Die Gewährleistung ihrer globalen Vergleichbarkeit ist eine zentrale Voraussetzung für jede zukünftige Weiterentwicklung der Definition der SI-Zeiteinheit.