Auf der Expo 2025 werden Shimadzu-Instrumente präsentiert, die mit traditionellen Handwerkskünsten aus Kyoto verziert sind.
Am 31. März feierte die Shimadzu Corporation ihr 150-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass fertigte Shimadzu vier Konzeptmodelle an, bei denen traditionelle Handwerkstechniken aus Kyoto in das Design der Hauptinstrumente einflossen. Dekorative Elemente wurden an der Nexera-Serie von Hochleistungsflüssigkeitschromatographen, dem Gaschromatographen Brevis GC-2050, dem mobilen Röntgensystem MobileDaRt Evolution MX8 Version (MX8) und dem TOF-PET-System BresTome für Kopf und Brust angebracht. Zehn traditionelle Handwerkstechniken kamen zum Einsatz, darunter Nishijin-ori-Weberei, Kyo-yuzen (Färben), Kyo-shikki (Lackwaren) und Kintsugi (Goldreparatur).


ICHI-ZA KYOTO Ausstellung (Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)
Die Konzeptmodelle wurden vom 16. bis 22. Juni im ICHI-ZA KYOTO, dem Kansai-Pavillon der Kyoto-Zone auf der Expo 2025 in Osaka, Kansai, Japan, ausgestellt. Dort wurden auch würfelförmige Ausstellungsstücke gezeigt, die man berühren konnte. So konnten die Besucher die Qualität der Materialien und die Texturen der traditionellen Techniken selbst erleben. Parallel dazu gab es eine Fotoausstellung, die die Entstehung der Konzeptmodelle dokumentierte. Anhand der Bilder, die Einblicke in die Produktion in den Werkstätten und die Zusammenarbeit zwischen Handwerkern und Ingenieuren gewährten, konnten die Besucher die Geschichten hinter der Fertigung der Modelle nachempfinden.

©Expo 2025
Designs, die die 150-jährige Geschichte von Shimadzu verkörpern, das in Kyoto gegründet wurde.

Projektmitglieder von links: Manager Jun Kawai und Natsuno Ommori vom Corporate Product Design Center der Shimadzu Corporation; Hyakutaro Oiri und Haruhide Yoshida von Shinkougeikai; sowie Taka Katada und Ryo Takegawa vom Corporate Product Design Center der Shimadzu Corporation

Das Konzeptmodell-Produktionsprojekt begann im April 2024. Für die Nexera-Serie und den Brevis GC-2050 sind Außenfarben in fünf Ausführungen erhältlich, die auf dem Konzept der Fünf Elemente der chinesischen Philosophie basieren, einem naturphilosophischen System, in dem alles in der Natur aus den Elementen Feuer, Wasser, Holz, Metall und Erde besteht.

Die Nexera-Serie besticht durch ein fließendes Design, das die Chromatographie symbolisiert. Ein mit KI-generierter Bildgebung erstelltes Muster, das den Gasfluss darstellt, ist in die Vorder- und Rückseite des Brevis GC-2050 eingewebt und mit der Nishijin-Ori-Technik gestaltet. Bei beiden Modellen kommt Metallfolie zum Einsatz, deren Farbe sich im Kontakt mit Lack und Luft verändert. So entsteht ein langlebiges Design, dessen Farbveränderungen sich mit der Zeit reizen.

Für die Seitenwände des MX8 entwarf ein Kyō-Yuzen-Künstler Skizzen zum Thema der vier Jahreszeiten. Um die Merkmale des MX8, der an seinen jeweiligen Einsatzort bewegt wird, hervorzuheben, wurde ein traditionelles Dekormuster mit einem aus Muscheln gewonnenen weißen Pigment auf das Gehäuse gezeichnet. Ein spielerischer Vorteil dieses Designs ist, dass es im Lichteinfall zum Vorschein kommt.

Da das BresTome bei Brustkrebsuntersuchungen eingesetzt wird, wurde eigens dafür ein Bettbezug mit einem japanischen Design angefertigt, das von einer Kyōyūzen-Künstlerin entworfen wurde und ein Motiv der rosa Schleife aufgreift. Der handgefärbte Kimonostoff wurde mit einer hochwertigen Ausrüstung versehen, um ihn licht- und feuchtigkeitsabweisend zu machen.
Gemeinsamkeiten zwischen Shimadzu-Produkten und traditionellem Handwerk
Traditionelles Handwerk mit seiner Liebe zum Detail und industriell gefertigte Produkte mit Fokus auf maschineller Bearbeitung – Projektleiter Kawai merkte an, dass diese Produkte zwar diametral entgegengesetzt erscheinen, aber dennoch viele Gemeinsamkeiten aufweisen. „Die Herstellung von Kyo-Yuzen beispielsweise erfolgt nicht in einem Arbeitsgang, sondern ist in zwölf Phasen unterteilt, wobei die jeweiligen Kunsthandwerker ihre Techniken an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz demonstrieren. Dasselbe gilt für die Produktentwicklung bei Shimadzu. Die sorgfältige und gewissenhafte Arbeit jedes einzelnen Mitarbeiters fließt ein, und zahlreiche externe Partnerunternehmen bündeln ihre individuellen Stärken, um ein gemeinsames Produkt zu schaffen. Bei meinen zahlreichen Besuchen in den Werkstätten habe ich immer wieder festgestellt, dass der Prozess der kreativen Zusammenarbeit bei der Herstellung eines hochwertigen Produkts sehr ähnlich ist.“

Jun Kawai, Leiter der Produktentwicklungseinheit, Zentrum für Unternehmensproduktentwicklung
Abgebildet mit einem Ausstellungsstück zum Thema „Shimadzu-Mannequin der Zukunft“, aufgenommen während meines Aufenthalts bei Shimadzu (China) Co., Ltd.
Kawai merkt an: „Während meines Auslandseinsatzes hatte ich die Gelegenheit, Markenbildung aus globaler Perspektive zu betrachten. Ich wollte den Wert eines der traditionsreichen Unternehmen Kyotos nutzen. In unserem produkt- und informationsreichen Zeitalter ist Markendifferenzierung sehr schwierig. Wir entdecken aber auch die Möglichkeiten des Produktdesigns mithilfe traditioneller Handwerkstechniken aus Kyoto. Ich würde mich freuen, wenn dieses Projekt den Shimadzu-Gruppenmitgliedern, die wie wir auf den globalen Märkten Schwierigkeiten haben, einen Schub geben könnte.“
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